Freitag, 3. Juli 2020

03.07.2020 - Schwanger

Polizeischutz / Entschuldigung

Das kann man sich nicht ausdenken: Autorin Hengameh Yaghoobifarah machte sich erst vor kurzem dafür stark, Polizisten auf der Müllhalde zu entsorgen und erklärte pauschal, die Ordnungshüter würden dazu neigen, Nazis zu sein. Jetzt bat die Autorin statt um Schutz vor den Beamten um Schutz der Beamten, die sie noch vor kurzem so verunglimpft und beleidigt hat: Sie habe die Berliner Polizei um ein „Beratungs- und Sicherheitsgespräch“ gebeten, „um mit den zahlreichen Anfeindungen gegen ihre Person besser umgehen zu können“, berichtet der Focus unter Berufung auf Berliner Polizeikreise. ...

Man kommt auch nicht umhin, die Absurdität der Situation zu konstatieren: Die Autorin, die früher schon einmal wünschte, die Deutschen mögen sich abschaffen, hatte ja explizit die Abschaffung der Polizei gefordert. Dass sie nun ausgerechnet auf Hilfe der Organisation zurückgreifen muss, die sie gerade noch für völlig unzuverlässig erklärte und liquidieren lassen wollte, wirkt wie ein Streich des Schicksals. Die Autorin kann sich nun eigentlich nur bedanken, dass ihre eigenen Wunschvorstellungen nicht in Erfüllung gegangen sind und es noch eine Polizei gibt, die sie schützen kann.

Interessant wäre zu erfahren, ob sie sich nach dieser Erfahrung wenigstens bei der Polizei entschuldigt. ...






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