Überfälliges Stern-Bekenntnis
NZZ: Nur konsequent: Der «Stern» verabschiedet sich vom Journalismus
Das Hamburger Magazin hat seine jüngste Ausgabe zusammen mit der Bewegung Fridays for Future gestaltet. Ein Tabubruch? Im Gegenteil, die Redaktion ist einfach ehrlich.
Die jüngste Ausgabe des Hamburger Magazins «Stern» ist eine ganz besondere. Sie ist «zusammen mit Fridays for Future» entstanden, jener Bewegung, die für diesen Freitag erneut zu einem «globalen Klimastreik» aufgerufen hat. Die Aktivisten durften mit entscheiden, worüber der «Stern» berichtet und wie. Schon die Ankündigung hat ein grosses Echo ausgelöst. Grundfalsch sei das, sehr schade, mehr als fragwürdig – und überhaupt: Das habe doch nichts mehr mit Journalismus zu tun. Der letzte Befund stimmt. Der «Stern» hat sich mit diesem Heft offiziell vom Journalismus verabschiedet. Aber das ist weder falsch, noch fragwürdig. Es ist ein überfälliges Bekenntnis. ...
Der Stern hat eine traurige Tradition in dieser Hinsicht ... die un-journalistische und völlig unkritische Unterstützung der Ostpolitik des SPD-Kanzlers Willy Brandts ...und Henri Nannen, Stern-Gründer und Chefredakteur, hat sein journalistisches Handwerk im Dritten Reich gelernt ... und war während des Krieges ein Nazi-Propagandist.
Gelernt ist gelernt ... im Stern.
Wikipedia: „Beim Reichssender München begann Henri Nennen (er) seine journalistische Karriere. Während der Olympischen Spiele 1936 war er Stadionsprecher in Berlin. Er wirkte auch für die Olympia-Film G.m.b.H. als Sprecher in Leni Riefenstahls zweiteiligem Olympiafilm mit. ...
Im Zweiten Weltkrieg diente er bei der Luftwaffe als Kriegsberichtserstatter in der Propagandakompanie, soweit bekannt in der Abteilung Südstern der SS-Standarte Kurt Eggers. Diese war mit Propaganda gegen die Westalliierten in Italien befasst. ...“
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