Dienstag, 16. Juni 2020

16.06.2020 - Stürzen

Stürzt alle Denkmäler!!!
Die Welt ist in Aufruhr. Millionen Menschen kämpfen nicht nur für eine bessere Zukunft, sondern endlich auch für eine bessere Vergangenheit.
Allein zwischen 1898 – dem Jahr, in dem Bismarck starb – und 1914 wurden 500 Bismarck-Denkmäler in Auftrag gegeben. Einige hundert Eiserne Kanzler stehen bis heute herum. Der Bismarck-Kult demonstrierte den imperialistischen Geist Deutschlands. Es war der Geist jenes Nationalismus, der geradewegs in die Katastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts führte. Er ist nicht zu trennen vom Ungeist der Untertanen, unter dem wir bis heute leiden (siehe Corona-Maßnahmen-Orgie, siehe Merkel-Kult). Bismarck war das Idol des deutschen Untertanen, den Heinrich Mann so beschrieb: „Schwach und friedfertig von Natur, übt er sich, eisern zu scheinen, weil in seiner Vorstellung Bismarck er war.“ Die Denkmäler sind also bis heute Ausdruck einer verheerenden Gesinnung. Deshalb fordere ich mit Nachdruck: #stürzt Bismarck ...
Es zählt nicht die Erinnerung an das, was geschehen ist, sondern es zählen die üblen Gefühle, die Geschichte auslöst. Geschichte verletzt Gefühle. Deshalb: #stürztBismarck!
Oder glauben Sie vielleicht, es geht mir am Arsch vorbei, dass Bismarck mein Heimatland Bayern in einem schmutzigen Krieg (Zündnadelgewehr!) unterjocht hat! Unser friedliebender Kini ist darüber so in Verzweiflung geraten, dass er sich in seine Alpenschlösser zurückgezogen und in völliger Umnachtung den von Bismarck diktierten Brief unterzeichnet hat, mit dem er einem Preußen die deutsche Kaiserkrone angeboten hat. Das Geld, mit dem Bismarck Ludwigs Standhaftigkeit brechen musste, hatte er vorher den Welfen gestohlen. Diese Geschichte ist so abstoßend, dass kein einziges Bismarckdenkmal stehen bleiben darf. Wenigstens nicht in Bayern. #stürztBismarck!
Und verbietet endlich auch den Verkauf von Bismarckheringen! Sie sind mindestens so ekelerregend wie Negerküsse und Nonnenfürzle. (TE)

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