China hat gelogen
Die frühere WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland wirft der chinesischen Regierung Fehler zu Beginn des Corona-Ausbruchs vor. Doch auch Europa sei zunächst zu leichtsinnig gewesen.
Der Bericht, den sie vergangenen September präsentierte, hatte prophetischen Charakter: "Für die Welt besteht das akute Risiko verheerender Epidemien oder Pandemien, die nicht nur zum Verlust von Leben führen, sondern Volkswirtschaften abwürgen und soziales Chaos verursachen", heißt es darin.
Im Gespräch kritisiert Brundtland das chinesische Krisenmanagement zu Beginn des Corona-Ausbruchs. Schon am 1. Januar sei klar erkennbar gewesen, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werde. Offiziell gab China dies erst am 20. Januar bekannt.
Auch den europäischen Staaten hält die frühere norwegische Ministerpräsidentin Fehler vor. Dass der Kontinent zum Zentrum der Pandemie werden konnte, führt sie auf zu großes Vertrauen in die nationalen Gesundheitssysteme zurück. Außerdem hätten sie "unterschätzt, wie ansteckend das neue Coronavirus ist". Vorbildlich sei dagegen das entschlossene Handeln in asiatischen Ländern wie Taiwan und Südkorea gewesen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen