Mittwoch, 3. Juni 2020

01.06.2020 - Reparationen

Amerikas Billionen-Frage...
Soll man den Afroamerikanern «Reparationen» für die Sklaverei zahlen?
Die Sklaverei gilt als eine Wurzel für den wirtschaftlichen Rückstand der Schwarzen. Die Forderung nach Reparationen dürfte durch die jüngsten Unruhen nun verstärkt werden. Wichtiger als Transfers wären allerdings bessere Schulen oder eine sichere Nachbarschaft.
Das Kapitol in Washington beherbergt den amerikanischen Kongress. Bei dessen Bau im 18. und 19.Jahrhundert wurden auch Sklaven eingesetzt.
«Wie beenden wir den systemischen Rassismus in unserer Gesellschaft?», fragt sich dieser Tage auch der frühere Präsident George W. Bush. Man solle die Stimmen der vielen Menschen hören, die verletzt seien und trauerten, schreibt er. Vielen schwarzen Bürgerrechtlern reicht das nicht. Sie erhoffen sich von den jüngsten Ereignissen Aufwind für ein Anliegen, das sie seit Jahrzehnten verfechten: Die USA sollen Reparationen für die Nachfahren der Sklaven bezahlen. Die Sklaven wurden nicht nur ausgebeutet, sondern erhielten auch nie eine Entschädigung. Stattdessen wurden etwa in der Hauptstadt Washington nach dem Bürgerkrieg ehemalige Sklavenbesitzer für die «Enteignung» entschädigt. ... (NZZ)

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