Montag, 16. März 2020

16.03.2020 - Dumme Menschen

Carl Friedrich von Weizsäcker
sagte 1983, dass sein Buch „Der bedrohte Frieden – heute”, welches er als sein letztes “großes Werk” bezeichnete, mit Sicherheit von der Bevölkerung nicht verstanden würde, und die Dinge somit ihren Lauf nehmen.
Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt:
- absolut obrigkeitshörig
- des Denkens entwöhnt
- typischer Befehlsempfänger
- ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcou

Der typische Deutsche verteidige sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt.
Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein - auch das, was ihm noch helfen könnte (“furor teutonicus”)
Die einzige Lösung, die Weizsäcker bietet, ist die Hoffnung, daß nach diesen unvermeidlichen Turbulenzen dieser Planet noch bewohnbar bleibt. Denn Fakt ist, die kleine Clique, denen diese Welt schon jetzt gehört, herrscht nach dem einfachen, aber klaren Motto: “Eine Welt, in der wir nicht das alleinige Sagen haben, die braucht es auch in Zukunft, nicht mehr zu geben”. Wie bereits oben erwähnt, rechnete Weizsäcker nicht damit, verstanden zu werden. Auf die Frage eines Journalisten, was ihn denn am meisten stören würde, antwortete er: “Mich mit einem dummen Menschen unterhalten zu müssen”. (MM)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen