Freitag, 24. Januar 2020

24.01.2020 - Holocaust

Der schwätzende Präsident

... Der Historiker Michael Wolffsohn hat die Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier bei einer Holocaust-Gedenkveranstaltung in Jerusalem kritisiert. Der Bundespräsident habe „zu viele große Worte“ gewählt, sagte Wolffsohn der „Passauer Neuen Presse“. „Es sind zudem die immergleichen Worte, also deren Inflationierung. Damit werden sie wertlos. Kein Wunder, dass kaum noch jemand zuhört.“...

Steinmeier hatte sich 75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zur deutschen Schuld am Holocaust bekannt und den Schutz jüdischen Lebens heute zugesagt. „Dieses Deutschland wird sich selbst nur dann gerecht, wenn es seiner historischen Verantwortung gerecht wird“, sagte er am Donnerstag beim World Holocaust Forum in Jerusalem.
 

Vor Staats- und Regierungschefs aus fast 50 Ländern versicherte er: „Wir bekämpfen den Antisemitismus! Wir trotzen dem Gift des Nationalismus! Wir schützen jüdisches Leben! Wir stehen an der Seite Israels. Dieses Versprechen erneuere ich hier in Yad Vashem vor den Augen der Welt.“ (WELT)

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