Mit Lachen beginnen
... Eine Twitterin behauptet gar, der Papst habe die Pilgerin auf Spanisch eine „bruja“ (Hexe) gescholten. Auf der anderen Seite zeigten viele Verständnis für die „menschliche Reaktion“ des von einem Ischias-Leiden geplagten Papstes und werfen dessen Sicherheitsleuten vor, zu spät auf den Übergriff reagiert zu haben: Die Leibwächter eines „gewöhnlichen“ Staatsoberhauptes hätten die Frau kurzerhand zu Boden gerissen und ihr Handschellen angelegt. Nur ist es Franziskus selbst, der seinen Sicherheitsleuten immer wieder Kopfzerbrechen bereitet, weil er seinem Kirchenvolk nahe sein will.
Die heftigen Reaktionen zeigen, wie tief der Graben zwischen Anhängern und Gegnern Franziskus’ in der Weltkirche geworden ist. Auch der Chef der rechtsnationalistischen Partei Lega, Matteo Salvini, konnte sich einen Seitenhieb auf den handgreiflichen Papst nicht verkneifen, der den früheren Innenminister für dessen migrationsfeindliche Politik stets kritisiert hatte.
In einem Video aus dem Winterurlaub in den Bergen lässt sich Salvini von seiner Lebensgefährtin heftig an der Hand fassen. Salvini scheint zum Schlag auszuholen – um seiner Freundin dann zärtlich übers Haar zu streichen und lächelnd davonzugehen. Seine als geschmacklos kritisierte Papst-Persiflage verteidigte Salvini mit den Worten: „Lasst uns 2020 mit einem Lachen beginnen und nicht mit Missmut.“ (FAZ)
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