Dienstag, 1. Dezember 2020

01.12.2020 - Denker

 Hendrik M. Broder

Bedeutende Denkerinnen und Denker

des 21. Jahrhunderts: Th. S.

Der CDU-Politiker und Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl, nebenbei auch Schwiegersohn von Wolfgang Schäuble, in einem Interview mit dem SPIEGEL über den richtigen Umgang mit Quarantänebrechern: Anständige Menschen gehen mal an den Altglascontainer, unanständige kommen in die Geschlossene Anstalt.

Thomas Strobl im SPIEGEL:

„Es geht darum, dass wir die Allgemeinheit vor Menschen schützen, die vorsätzlich in Kauf nehmen, dass sie andere mit einer potenziell tödlichen Krankheit infizieren. Mir geht es nicht um anständige Menschen, die in der Quarantäne mal an den Altglascontainer gehen, um etwas wegzubringen, sondern um hartnäckige, uneinsichtige Quarantänebrecher. Dazu gibt es eine klare Rechtslage, das Infektionsschutzgesetz. Ich möchte, dass wir das Recht ernst nehmen und auch durchsetzen. Der Staat darf nicht achselzuckend danebenstehen. Damit würden wir bei der Bevölkerung die Akzeptanz der Maßnahmen gefährden. Und ich bin froh, dass wir in der Landesregierung nun einig sind, diese gefährlichen Menschen – es handelt sich dabei nicht um Menschenmassen, sondern um einzelne uneinsichtige, freilich Gefahr bringende Personen – in einem abgeschlossenen Krankenhaus unterzubringen.“

Natürlich wäre es einfacher, die Quarantänebrecher zu deportieren oder gleich zu liquidieren, aber das geht heute nicht. Gott sei Dank gibt es einen Dritten Weg: Wegsperren in einer Geschlossenen Anstalt, euphemistisch Hospiz zum Heiligen Thomas genannt. In Baden-Württemberg sind noch Zimmer frei.

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