Mittwoch, 25. November 2020

25.11.2020 - Links-grüner Amerika-Hass

 Sozi-Deutschland als demokratischem Vorbild?

Der Sozi-Außenminister Heiko Maaß - genannt auch der Berliner Zwerg - entblödet sich nicht, sich nach der US-Wahl von deren Ausgang „erleichtert“ zu zeigen – und damit knapp 74 Millionen Bürgern von Deutschlands zweitwichtigstem Handelspartner deutlich zu machen, wie wenig er von ihrem souveränen politischen Urteil (und ihrer Stimme für Trump) hält.

Erneut demütig sei hier daran erinnert: Die USA haben ununterbrochen seit 1776 eine Demokratie, für deren Einführung sie seinerzeit erfolgreich einen Unabhängigkeitskrieg führten. Diese Demokratie hat einen Bürgerkrieg und zwei Weltkriege überstanden.

Den deutschen Sozis mag es entfallen sein (wenn sie es denn jemals wussten): Das heutige Deutschland brachte es in derselben Zeit auf drei Kaiser, vier Könige, sechs Großherzöge, fünf Herzöge, sieben Fürsten, zwei gescheiterte Republiken – und auf zwei Diktaturen.

Und die deutsche Demokratie, die heute als Rechtfertigung für die geschichtsvergessene Arroganz vor allem so vieler Grün-Linker herhält, war ein Geschenk der USA. Wir haben keinen Krieg geführt, um die Demokratie zu bekommen. Wir haben die Demokratie bekommen, weil wir einen Krieg verloren haben.

Eher Psychologie als Politik

Die – vorsichtig formuliert – Distanz einschlägiger deutscher Kreise zu den USA hat also erkennbar eher psychologische als politische Gründe.

Einerseits: Grün-Linke hassen die Amerikaner, weil die so anders sind.

Amerika ist materialistisch. Deutschland ist idealistisch. In den USA wurde, passend zur ökonomischen Orientierung, der philosophische Pragmatismus erfunden. Wir sehen uns, durchaus mit einiger Berechtigung, als Heimat des Idealismus. Die beiden Konzepte passen nicht zueinander.

Amerika ist risikofreudig. Deutschland ist ängstlich. Nicht zufällig wurde das Risikokapital in den USA erfunden. Wir dagegen sind der zweitgrößte Rückversicherungsmarkt der Welt, mit einem Beitragsaufkommen in Höhe von sagenhaften 19,4 Prozent – bei einem Anteil an der Weltbevölkerung von gerade einmal 1,1 Prozent.

Amerika ist gegenwartsorientiert. Deutschland ist vergangenheitsbesessen. Die USA werden nicht ganz zu Unrecht auch als geschichtslos bezeichnet; auf der politischen Weltkarte gibt es das Land eben erst seit 1776. Die Deutsche dagegen definieren sich über zwei sozialistische Diktaturen - Drittes Reich und DDR.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen