Bravo, Bravo, Bravo ... Mister President
Der US-Präsident warf der US-Militärführung vor, Kriege anzuzetteln, um die Einnahmen der Rüstungskonzerne puschen zu wollen.
US-Präsident Donald Trump verteidigt sich bei einer Pressekonferenz am Montagmittag im Weißen Haus - er wies erneut einen Bericht des Magazins "The Atlantic" zurück, nach dem er sich herablassend über gefallene Soldaten geäußert haben soll.
Bei der spontan einberufenen Pressekonferenz, die erstmalig vor dem Nordeingang des Weißen Hauses stattfand, lobte Trump erst ausführlich die eigenen Leistungen und griff seinen Herausforderer, den ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden, an, den er unter anderem "dumm" nannte - alles keine wirklichen Neuigkeiten, die solch einen Auftritt an einem großen Feiertag (Labor Day) rechtfertigten.
Aber dann attackierte er die Militärführung, wie es wohl nur selten ein "Commander in Chief" öffentlich getan hat. Er warf ihr vor, Kriege anzuzetteln, um die Einnahmen der Rüstungskonzerne puschen zu wollen.
"Ich sage nicht, dass das Militär mich liebt - die Soldaten tun es, aber die Führung im Pentagon wohl eher nicht, weil sie nichts anderes wollen, als Kriege zu führen, um alle diese wunderbaren Firmen, die die Bomben, die Flugzeuge und alles andere herstellen, glücklich zu machen."
Trump lobt sich selbst immer wieder, die Militärausgaben deutlich erhöht zu haben
Das Spitzenpersonal im Pentagon, allen voran Verteidigungsminister Mark Esper, hat Trump selbst ernannt. Und er war es auch, der sich immer wieder für die Erhöhung der Militärausgaben selbst lobte, nachdem die Vorgängerregierung von Barack Obama das Militär "runtergewirtschaftet" habe.
Der US-Verteidigungsetat erhöhte sich von 2019 auf 2020 um 22 Milliarden Dollar auf 738 Milliarden Dollar. Trump hatte dies nach der Einigung des Kongresses, bei dem sich seine Republikaner durchgesetzt hatten, begrüßt und von einem "historischen" Etat gesprochen.
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