NZZ
GASTKOMMENTAR
Täuschung,
Lüge und Streit ohne Ende – bei den anstehenden US-Wahlen könnte es zu einer
Wiederholung des Desasters von 1876 kommen
Trump,
Corona und die damit verbundenen Protestbewegungen haben die bereits tief
gespaltene politische Landschaft der USA noch weiter polarisiert. Den kommenden
Präsidentschaftswahlen blickt man daher nicht nur mit Spannung, sondern auch
mit Sorge entgegen.
Die
Befürchtung, dass Präsident Trump eine Mischung aus Angst, Fehlinformation,
Manipulation und Gewalt einsetzen wird, um die bevorstehende
Präsidentschaftswahl zu kapern, wächst von Tag zu Tag. Die Gewaltbereitschaft
von Bundessicherheitskräften in Städten wie Portland, die außer Kontrolle
geratene Gesundheits- und die schwelende Wirtschaftskrise sowie die tief
gespaltene politische Landschaft haben einen Vergleich mit den Zuständen in
Deutschland im Jahr 1933 hervorgerufen. Es scheint, als fehle nur ein
Reichstagsbrand, und die Spirale zu einer Diktatur wäre nicht mehr ...
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