Dienstag, 18. August 2020

18.08.2020 - Täuschung

NZZ GASTKOMMENTAR
Täuschung, Lüge und Streit ohne Ende – bei den anstehenden US-Wahlen könnte es zu einer Wiederholung des Desasters von 1876 kommen
Trump, Corona und die damit verbundenen Protestbewegungen haben die bereits tief gespaltene politische Landschaft der USA noch weiter polarisiert. Den kommenden Präsidentschaftswahlen blickt man daher nicht nur mit Spannung, sondern auch mit Sorge entgegen.
Die Befürchtung, dass Präsident Trump eine Mischung aus Angst, Fehlinformation, Manipulation und Gewalt einsetzen wird, um die bevorstehende Präsidentschaftswahl zu kapern, wächst von Tag zu Tag. Die Gewaltbereitschaft von Bundessicherheitskräften in Städten wie Portland, die außer Kontrolle geratene Gesundheits- und die schwelende Wirtschaftskrise sowie die tief gespaltene politische Landschaft haben einen Vergleich mit den Zuständen in Deutschland im Jahr 1933 hervorgerufen. Es scheint, als fehle nur ein Reichstagsbrand, und die Spirale zu einer Diktatur wäre nicht mehr ...

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