Mittwoch, 15. Juli 2020

15.07.2020 - Mörder

Kommunistische Mörder-Kapos
 
Als am 11. April 1945 die ersten US-Soldaten das Tor des KZ Buchenwald erreichen, haben die Häftlinge unter Führung der Kapos schon die Kontrolle über das Lager übernommen. Die SS-Aufseher samt Kommandant Hermann Pister waren schon Stunden zuvor geflohen. Den Amerikanern bietet sich ein überraschendes Bild: Häftlingseinheiten marschieren nach Landsmannschaften aufgeteilt über den Appellplatz, die Gefangenen-Kapelle spielt dazu die "Internationale". Es herrscht Ordnung und Disziplin unter denen, die als Funktionshäftlinge bei Gesundheit sind. Andere vegetieren teilnahmslos auf dem Boden liegend vor sich hin. Die Wolfsgesellschaft präsentiert sich den Befreiern mit all ihren Opfern, Tätern und Mitläufern.

Zunächst ist die Rede von der heldenhaften KPD-Widerstandsgruppe in Buchenwald, die Gefangene gerettet und sogar einen Aufstand erfolgreich angezettelt habe. Diese Sichtweise erweist sich später als Legende der kommunistischen Kapos. Die SED, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, hält diese Lesart in der jungen DDR lange aufrecht. In der DDR-Historiografie wird die Rolle der Kommunisten in Buchenwald geradezu heroisiert. Spätere Akteneinsicht zeigt ein anderes Bild. Tatsächlich sichern die K-Gruppen ihr eigenes Überleben durch ihre Mithilfe bei der Ermordung sogenannter Ersatz-Häftlinge. Angehörige der eigenen Gruppe werden gerettet und im Gegenzug andere ans Messer geliefert. Schwule KZ- Häftlinge wurden als charakterlose, unpolitische und asoziale Wesen angeschaut - und dementsprechend zusammen mit der SS behandelt.

Auch bei den medizinischen Experimenten auf der Krankenstation sind die Kommunisten beteiligt und somit mitschuldig am Tod derer, die regelrecht "abgespritzt", also mit der Kanüle hingerichtet werden. (http://DW.Com/)

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