Kommunistische Mörder-Kapos
Als am 11. April 1945 die ersten US-Soldaten das Tor des KZ Buchenwald
erreichen, haben die Häftlinge unter Führung der Kapos schon die Kontrolle über
das Lager übernommen. Die SS-Aufseher samt Kommandant Hermann Pister waren
schon Stunden zuvor geflohen. Den Amerikanern bietet sich ein überraschendes
Bild: Häftlingseinheiten marschieren nach Landsmannschaften aufgeteilt über den
Appellplatz, die Gefangenen-Kapelle spielt dazu die "Internationale".
Es herrscht Ordnung und Disziplin unter denen, die als Funktionshäftlinge bei
Gesundheit sind. Andere vegetieren teilnahmslos auf dem Boden liegend vor sich
hin. Die Wolfsgesellschaft präsentiert sich den Befreiern mit all ihren Opfern,
Tätern und Mitläufern.
Zunächst ist die Rede von der heldenhaften KPD-Widerstandsgruppe in
Buchenwald, die Gefangene gerettet und sogar einen Aufstand erfolgreich
angezettelt habe. Diese Sichtweise erweist sich später als Legende der
kommunistischen Kapos. Die SED, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands,
hält diese Lesart in der jungen DDR lange aufrecht. In der DDR-Historiografie
wird die Rolle der Kommunisten in Buchenwald geradezu heroisiert. Spätere
Akteneinsicht zeigt ein anderes Bild. Tatsächlich sichern die K-Gruppen ihr
eigenes Überleben durch ihre Mithilfe bei der Ermordung sogenannter
Ersatz-Häftlinge. Angehörige der eigenen Gruppe werden gerettet und im Gegenzug
andere ans Messer geliefert. Schwule KZ- Häftlinge wurden als charakterlose,
unpolitische und asoziale Wesen angeschaut - und dementsprechend zusammen mit
der SS behandelt.
Auch bei den medizinischen Experimenten auf der Krankenstation sind die
Kommunisten beteiligt und somit mitschuldig am Tod derer, die regelrecht
"abgespritzt", also mit der Kanüle hingerichtet werden. (http://DW.Com/)
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