Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus
Churchill vertraute den Mitarbeiter seine Geheimdienste nicht. Meisten von ihnen Menschen mit einem schlechten Charaktere, gebrochne Figuren. Churchill vertraute Journalisten, die für Geheimdienste für gutes Geld gute Arbeit leisten. Diese Ansicht waren auch die DDR-Spitzen für die Stasi. Journalisten in Ost- und Westdeutschland hatten jahrzehntelang gute IM-Arbeit geleistet. In Westdeutschland selbst in Provit-Gazette..
Das Verhältnis zwischen Sicherheitsbehörden und Journalismus war zu allen Zeiten insofern gut - vor allem in den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien oder in Deutschland .
Auch umgekehrt. Die Medien möchten viel über die Arbeit der Dienste erfahren. Auch schmückt es, wenn einer in der Redaktion zu erzählen weiß, er stütze sich auf geheime Akten. Ob darin Unsinn steht oder nicht, ist eine andere Frage. Hauptsache geheim.
Und die Dienstoberen möchten - was legitim ist - wissen, wo undichte Stellen in ihren Apparaten sind.
Geheimdienste locken für hohe Preise Journalisten zum Mitmachen und zum Verkauf ihres Wissens an. Auch Journalisten haben die Sehnsucht nach Eigentumswohnungen oder schicke Häusle.
Wenn sich Medienleute darauf einlassen, ist das Verrat. Der Deutsche Presserat hatte darauf hingewiesen, es sei unzulässig, Aufträge von Geheimdiensten entgegenzunehmen. Über die Stasi-Arbeit von westdeutschen Journalisten wird seit Jahren einfach geschwiegen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
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