Montag, 13. Januar 2020

13.01.2020 - Prozeß

Lügen im KZ-Prozeß
Es ist nicht das erste Mal, dass Moshe Peter Loth in diesem Prozess für Aufsehen sorgt. Im November waren Bilder seines Auftritts vor dem Hamburger Landgericht um die Welt gegangen: Nachdem er ausführlich über seine Leidenszeit als Baby im KZ Stutthof und die Trennung von seiner Mutter berichtet hatte, stand er auf, rief "Seht her, ich werde ihm verzeihen" in den Saal und umarmte den früheren SS-Wachmann, der dort auf der Anklagebank sitzt. Eine große Geste, wie es schien, vor allem aber: eine große Inszenierung.
Jetzt ist klar: Loth persönlich hatte nichts zu verzeihen. Er war niemals im KZ. Das hat ein Reporter des Spiegels recherchiert, und Moshe Peter Loth hat nun die Konsequenzen gezogen: Er hat seine Nebenklage im Hamburger Stutthof-Prozess zurückgezogen. "Im Interesse der Opfer", sagt Salvatore Barba dazu, der Anwalt des angeblichen Zeitzeugen aus den USA. ... (ZEIT)

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